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Animal Freedom

 

 
Biologische Tierhaltung, Export und impfen Die Freiheit ist ein grundlegendes Recht Fünf Einwände gegen die Bioindustrie Haustierhaltung?
Ja oder Nein?
 
 



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Fünf Einwände gegen die Bioindustrie

 

1. Ethik und Wohl des Tieres

Freiheit ist nach der Auffassung von Animal Freedom ein Grundrecht für Mensch und Tier. Wird dieses Grundrecht geschädigt, indem dem Tier die Freiheit genommen wird, sich artgerecht zu verhalten, dann schadet dies dem Wohl des Tieres. Durch die extreme Monotonie und das Fehlen von Platz, um sich voneinander zu entfernen, werden Tiere aggressiv.
Als starker Produzent unverantwortbarer Bioindustrie-Produkte zwingen die Länder mit Export von Tierprodukte andere Länder, sich auf dieselbe unmoralische und tierschädigende Bewirtschaftungsmethoden in der intensiven Tierhaltung herabzulassen.

 
   
Ethik und Wohl des Tieres
Gesundheit der Bevölkerung
Weltnahrungsmittelproduktion
Wohnqualität
Landschaft und Artenreichtum
Mist und Ammoniak
Was ist nicht in Ordnung an der Bioindustrie?
Die Fischindustrie

 

     

2. Gesundheit der Bevölkerung

Durch den übermäßigen Gebrauch von Antibiotika in der industriellen Tierhaltung läuft die Menschheit Gefahr, dass resistente Bakterien entstehen, gegen die Medikamente wirkungslos werden. Auch können Reste von Tiermedikamenten im Fleisch zurück bleiben und werden noch immer (auch wenn illegalerweise) Wachstumshormone in der Fleischindustrie benutzt.
Das Einatmen von Endotoxinen führt zu verminderter Lungenfunktion, vor allem bei Schweinehaltern (einer von dreien leidet an Husten und Brustschmerzen) und deren Schweinen (11% bekommen Lungenentzündungen). Auch Mycotoxine können giftig sein und führen zu Beschwerden wie chronischer Erkältung, Irritation der Augen, Kopfschmerzen usw..

 

3. Weltnahrungsmittelproduktion

Landwirtschaftliche Flächen in der Dritten Welt werden zur Futterproduktion für unser Vieh genutzt, anstatt für die Bevölkerung vor Ort. Dies schadet der lokalen Wirtschaft. Durch die starke Ausdehnung des Soja-Anbaus (für die Tierernährung) wurden Millionen von Bauern von ihrem Land vertrieben. Um weiterhin überleben zu können, mussten viele in wertvollen Naturgebieten neues Land urbar machen. So trägt die Viehfutterindustrie u.a. direkt zur Abholzung des tropischen Regenwalds bei.

     

4. Wohnqualität

Der Gestank aus den Ställen und von ausgebrachter Jauche sowie der Lärm der (Kühl)Maschinen in der Bioindustrie beeinträchtigen die Lebensqualität der Anwohner.
Vor allem im Frühjahr leiden die Anwohner wegen des übermäßigen Besprühens der Felder mit Jauche unter (teilweise schwerwiegenden) Reizungen der Atemwege.

Das im Mist enthaltene Ammoniak kann über die Luft oder das Grundwasser Pflanzen in nahe gelegenen (Gemüse)Gärten im Wachstum beeinträchtigen oder ungenießbar machen.

 
     

5. Landschaft und Artenreichtum

Großindustrielle verdrängen kleine Bauern.
Durch das Entstehen von Monokulturen (z.B. Futtergras oder Futtermais), den Austritt von Schwermetallen im Mist und der Überdüngung allgemein, verarmen Natur und Landschaft und wird das Boden- und Grundwasser verschmutzt.

Wir haben eindringliche Fotos und kurze Videos von den Missständen in der Bioindustrie.

Nachfolgend betrachten wir im Detail, was an Bioindustrie und Fischindustrie nicht in Ordnung ist.

  Kühe werden zunehmend in Ställen gehalten zwecks höherer Produktion und Auffangen der Jauche. Futtergras muss gemäht werden, was im Frühjahr jungen Vögeln und Hasen das Leben kostet.
Wären die Kühe selbst draußen auf den Feldern, würde sich deren Kot gleichmäßig über einen längeren Zeitraum und in viel geringeren Mengen auf dem Land verteilen und würden die jungen Tiere unter der Deckung der Weide überleben. Jauche, die in den Ställen gesammelt wird, wird nur ein paar Mal pro Jahr ausgebracht, und das in viel größeren Mengen, als der Boden verkraften kann. So landet sie durch Ausschwemmung im Grundwasser. Anwohner können ernste Irritationen der Atemwege erleiden. Jauche darf bereits von Februar an auf Grasland ausgebracht werden, bei direkter Einspritzung in den Boden
     

Was ist nicht in Ordnung an der Bioindustrie?

Einer der stärksten Einwände gegen die Bioindustrie ist von ethischer Natur. Selbst wenn alle Umweltprobleme gelöst werden können und die Energie- und Stoffbilanz der Viehhalter in Ordnung ist, bleibt die Art und Weise, mit der in der Bioindustrie der Respekt vor Tieren mit Füßen getreten wird, unvertretbar.
Die Haltung vieler Tiere in engem Raum, ohne Bewegungsfreiheit und ohne die Möglichkeit, sich artgerecht zu verhalten, kann nicht anders als auf tierunfreundliche Weise geschehen.

Weil das Stück Fleisch so preiswert wie möglich ins Supermarktregal kommen muss, bekommen die Tiere nicht genug Raum zum Stehen und Bewegen. Männliche Schweine werden schnellstmöglich nach der Geburt ohne Betäubung kastriert. Wer dies mit seinem Hund oder seiner Katze tut, kann mit einem unmissverständlichen Bußgeld wegen Tiermisshandlung rechnen. Aber für Haustiere, die zum Schlachten gezüchtet werden, gelten auf einmal andere Regeln. Für ein Masthuhn ist es 23 Stunden lang Tag. Dadurch denkt das Huhn, es müsse weiter essen. Das Licht geht nur eine Stunde pro Tag aus. In diese Zeit darf das Huhn sich ausruhen.

Bei Schweinen ist das Licht so oft wie möglich ausgeschaltet. Zweimal täglich geht das Licht für 15 bis 30 Minuten an, ansonsten ist es dunkel.

 

 

 

 

 

 

 

Die Fischindustrie

Oberflächlich betrachtet scheint gegen den Konsum von Fisch wenig einzuwenden, es sei denn, man ist aus ethischen Gründen gegen das Töten von lebendigen Wesen. Dennoch gelten hier vergleichbare Einwände wie in Bezug auf die Fleischproduktion.

Ohne die Diskussion "ob Fische fühlen können" aufzugreifen, kann behauptet werden, dass sich die heutige Fischerei tierunfreundlicher Fangmethoden bedient.
Wen das Leiden der Fische durch grausame Fangmethoden und Dingen wie "entrippen", "ausnehmen", "hängen lassen in der Luft", "totkriechen" und lebendig in die "Enthäutungsmaschine" unbeeindruckt lässt, der sei verwiesen auf den Nebenfang. Säugetiere wie Delphine verstricken sich in den kilometerlangen Netzen von Thunfisch-Fischern und warten auf nichts anderes als den Tod durch Ertrinken. Ein anderer Punkt ist, dass beim Gebrauch von Schleppnetzen nicht nur gewünschter Fisch gefangen wird. Schlimmer noch, 70% des Fangs gehen wieder über Bord, weil es wegen Unterschreitung der Mindestgröße gesetzlich verboten ist, diesen Fisch an Land zu bringen, oder weil die zugelassene Quote bereits erreicht ist, oder weil die Fischsorte wirtschaftlich uninteressant ist. Der über Bord geworfene Fisch ist zu dem Zeitpunkt zerquetscht, erstickt, oder auf andere Weise getötet worden.
Auch für die Umwelt ist diese Fangmethode nachteilhaft, um nicht zu sagen ein Desaster. Die Schleppnetze ruinieren den Meeresboden, wodurch das Ökosystem völlig zerstört wird und für lange Zeit verloren geht. Die Meere werden leer gefischt und kahl zurück gelassen. Die Menge an Fisch in den Ozeanen ist heute nur noch halb so hoch wie sie einmal war.
Fisch wird nicht nur gefangen, sondern auch gezüchtet. Einige von Natur aus wandernde Fische, wie zum Beispiel Lachs, werden in riesig großen, treibenden Abtrennungen gehalten. Dort werden, genau wie in der Bioindustrie an Land, präventiv große Mengen Chemikalien hinein gelassen, um Krankheiten zu verhindern. Andere Fische wie Aal, Wels oder Forelle werden in Teichen oder Betonbecken gehalten. Ohne Zweifel werden sie durch das Umsetzen von einem Becken ins andere und durch die zu große Enge belastet.

Gesundheitliche Beschwerden gibt es auch im Zusammenhang mit dem Konsum von Fisch. In den siebziger Jahren trat überhöhte Quecksilberkonzentration auf. Durch Ölverschmutzung und allen möglichen, teilweise radioaktiven, Abfällen in den Weltmeeren ist Fisch in schlechtem Zustand und enthält Schadstoffe. Auch Aal aus Flüssen enthält überhöhte Mengen PCB im Fett. Trotzdem wird zum Verzehr von Fisch geraten. Für die Gesundheit wesentlich ist dies aber jedenfalls nicht. Jetzt da Schweine-, Rind- und Hühnerfleisch buchstäblich verseucht erscheinen, greifen viele Konsumenten - aus Ablehnung gegen die intensive Viehhaltung - auf Fisch zurück. Dieser sei gesund, weil er frisch aus dem Meer gefangen werde. Die meisten Menschen wissen jedoch nicht, dass immer mehr Fisch aus einem neuen Zweig der Bioindustrie stammt, nämlich aus der intensiven Fischzucht. Immer mehr Bauern tauschen ihre Schweine gegen Fische ein. Aber führt diese massive Zucht im Laufe der Zeit nicht zu denselben Problemen wie wir sie heute in der intensiven Tierhaltung erleben?

 
 
 
 
 
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