| 2.
Gesundheit der Bevölkerung
Durch den übermäßigen Gebrauch von
Antibiotika in der industriellen Tierhaltung läuft
die Menschheit Gefahr, dass resistente Bakterien entstehen,
gegen die Medikamente wirkungslos werden. Auch können
Reste von Tiermedikamenten im Fleisch zurück bleiben
und werden noch immer (auch wenn illegalerweise) Wachstumshormone
in der Fleischindustrie benutzt.
Das Einatmen von Endotoxinen führt zu verminderter
Lungenfunktion, vor allem bei Schweinehaltern (einer
von dreien leidet an Husten und Brustschmerzen) und
deren Schweinen (11% bekommen Lungenentzündungen).
Auch Mycotoxine können giftig sein und führen
zu Beschwerden wie chronischer Erkältung, Irritation
der Augen, Kopfschmerzen usw.. |
|
3.
Weltnahrungsmittelproduktion
Landwirtschaftliche Flächen in der Dritten Welt
werden zur Futterproduktion für unser Vieh genutzt,
anstatt für die Bevölkerung vor Ort. Dies
schadet der lokalen Wirtschaft. Durch die starke Ausdehnung
des Soja-Anbaus (für die Tierernährung) wurden
Millionen von Bauern von ihrem Land vertrieben. Um weiterhin
überleben zu können, mussten viele in wertvollen
Naturgebieten neues Land urbar machen. So trägt
die Viehfutterindustrie u.a. direkt zur Abholzung des
tropischen Regenwalds bei. |
| 5.
Landschaft und Artenreichtum
Großindustrielle verdrängen kleine Bauern.
Durch das Entstehen von Monokulturen (z.B. Futtergras
oder Futtermais), den Austritt von Schwermetallen im
Mist und der Überdüngung allgemein, verarmen
Natur und Landschaft und wird das Boden- und Grundwasser
verschmutzt.
Wir haben eindringliche Fotos
und kurze Videos
von den Missständen in der Bioindustrie.
Nachfolgend betrachten wir im Detail, was an Bioindustrie
und Fischindustrie nicht in Ordnung ist. |
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Kühe
werden zunehmend in Ställen gehalten zwecks höherer
Produktion und Auffangen der Jauche. Futtergras muss gemäht
werden, was im Frühjahr jungen Vögeln und Hasen
das Leben kostet.
Wären die Kühe selbst draußen auf den
Feldern, würde sich deren Kot gleichmäßig
über einen längeren Zeitraum und in viel geringeren
Mengen auf dem Land verteilen und würden die jungen
Tiere unter der Deckung der Weide überleben. Jauche,
die in den Ställen gesammelt wird, wird nur ein paar
Mal pro Jahr ausgebracht, und das in viel größeren
Mengen, als der Boden verkraften kann. So landet sie durch
Ausschwemmung im Grundwasser. Anwohner können ernste
Irritationen der Atemwege erleiden. Jauche darf bereits
von Februar an auf Grasland ausgebracht werden, bei direkter
Einspritzung in den Boden |
| Was
ist nicht in Ordnung an der Bioindustrie?
Einer der stärksten Einwände gegen die Bioindustrie
ist von ethischer Natur. Selbst wenn alle Umweltprobleme
gelöst werden können und die Energie- und
Stoffbilanz der Viehhalter in Ordnung ist, bleibt die
Art und Weise, mit der in der Bioindustrie der Respekt
vor Tieren mit Füßen getreten wird, unvertretbar.
Die Haltung vieler Tiere in engem Raum, ohne Bewegungsfreiheit
und ohne die Möglichkeit, sich artgerecht zu verhalten,
kann nicht anders als auf tierunfreundliche Weise geschehen.
Weil das Stück Fleisch so preiswert wie möglich
ins Supermarktregal kommen muss, bekommen die Tiere
nicht genug Raum zum Stehen und Bewegen. Männliche
Schweine werden schnellstmöglich nach der Geburt
ohne Betäubung kastriert. Wer dies mit seinem Hund
oder seiner Katze tut, kann mit einem unmissverständlichen
Bußgeld wegen Tiermisshandlung rechnen. Aber für
Haustiere, die zum Schlachten gezüchtet werden,
gelten auf einmal andere Regeln. Für ein Masthuhn
ist es 23 Stunden lang Tag. Dadurch denkt das Huhn,
es müsse weiter essen. Das Licht geht nur eine
Stunde pro Tag aus. In diese Zeit darf das Huhn sich
ausruhen.
Bei Schweinen ist das Licht so oft wie möglich
ausgeschaltet. Zweimal täglich geht das Licht für
15 bis 30 Minuten an, ansonsten ist es dunkel.

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Die
Fischindustrie
Oberflächlich betrachtet scheint gegen den Konsum
von Fisch wenig einzuwenden, es sei denn, man ist aus
ethischen Gründen gegen das Töten von lebendigen
Wesen. Dennoch gelten hier vergleichbare Einwände
wie in Bezug auf die Fleischproduktion.
Ohne die Diskussion "ob Fische fühlen können"
aufzugreifen, kann behauptet werden, dass sich die heutige
Fischerei tierunfreundlicher Fangmethoden bedient.
Wen das Leiden der Fische durch grausame Fangmethoden
und Dingen wie "entrippen", "ausnehmen",
"hängen lassen in der Luft", "totkriechen"
und lebendig in die "Enthäutungsmaschine"
unbeeindruckt lässt, der sei verwiesen auf den
Nebenfang. Säugetiere wie Delphine verstricken
sich in den kilometerlangen Netzen von Thunfisch-Fischern
und warten auf nichts anderes als den Tod durch Ertrinken.
Ein anderer Punkt ist, dass beim Gebrauch von Schleppnetzen
nicht nur gewünschter Fisch gefangen wird. Schlimmer
noch, 70% des Fangs gehen wieder über Bord, weil
es wegen Unterschreitung der Mindestgröße
gesetzlich verboten ist, diesen Fisch an Land zu bringen,
oder weil die zugelassene Quote bereits erreicht ist,
oder weil die Fischsorte wirtschaftlich uninteressant
ist. Der über Bord geworfene Fisch ist zu dem Zeitpunkt
zerquetscht, erstickt, oder auf andere Weise getötet
worden.
Auch für die Umwelt ist diese Fangmethode nachteilhaft,
um nicht zu sagen ein Desaster. Die Schleppnetze ruinieren
den Meeresboden, wodurch das Ökosystem völlig
zerstört wird und für lange Zeit verloren
geht. Die Meere werden leer gefischt und kahl zurück
gelassen. Die Menge an Fisch in den Ozeanen ist heute
nur noch halb so hoch wie sie einmal war.
Fisch wird nicht nur gefangen, sondern auch gezüchtet.
Einige von Natur aus wandernde Fische, wie zum Beispiel
Lachs, werden in riesig großen, treibenden Abtrennungen
gehalten. Dort werden, genau wie in der Bioindustrie
an Land, präventiv große Mengen Chemikalien
hinein gelassen, um Krankheiten zu verhindern. Andere
Fische wie Aal, Wels oder Forelle werden in Teichen
oder Betonbecken gehalten. Ohne Zweifel werden sie durch
das Umsetzen von einem Becken ins andere und durch die
zu große Enge belastet.
Gesundheitliche Beschwerden gibt es auch im Zusammenhang
mit dem Konsum von Fisch. In den siebziger Jahren trat
überhöhte Quecksilberkonzentration auf. Durch
Ölverschmutzung und allen möglichen, teilweise
radioaktiven, Abfällen in den Weltmeeren ist Fisch
in schlechtem Zustand und enthält Schadstoffe.
Auch Aal aus Flüssen enthält überhöhte
Mengen PCB im Fett. Trotzdem wird zum Verzehr von Fisch
geraten. Für die Gesundheit wesentlich ist dies
aber jedenfalls nicht. Jetzt da Schweine-, Rind- und
Hühnerfleisch buchstäblich verseucht erscheinen,
greifen viele Konsumenten - aus Ablehnung gegen die
intensive Viehhaltung - auf Fisch zurück. Dieser
sei gesund, weil er frisch aus dem Meer gefangen werde.
Die meisten Menschen wissen jedoch nicht, dass immer
mehr Fisch aus einem neuen Zweig der Bioindustrie stammt,
nämlich aus der intensiven Fischzucht. Immer mehr
Bauern tauschen ihre Schweine gegen Fische ein. Aber
führt diese massive Zucht im Laufe der Zeit nicht
zu denselben Problemen wie wir sie heute in der intensiven
Tierhaltung erleben? |