Warten Sie bitte, während Ihr Antrag... verarbeitet wird.

Kommerzielle Links sind (Doppeltes) unterstrichen.
 
 
 
 
 
Homepage
 
Information
 
Meinung
 
Reaktion
 
Suchen
 
Internetshop
 

Google:

Internet
Animal Freedom

 

 
Biologische Tierhaltung, Export und impfen Die Freiheit ist ein grundlegendes Recht Fünf Einwände gegen die Bioindustrie Haustierhaltung?
Ja oder Nein?
 
 



Deutsch-Nederlands-English-Español-Português

Wie hoch ist der innere Wert eines Tieres?

 

In diesem –Artikel soll ausgeführt werden dass der Begriff “intrinsischer Wert“ keinen Nutzen für die Tiere selbst und die Diskussion um Tierschutz hat.

Als erstes wollen wir den Begriff grundsätzlich erklären und dann dazu übergehen den Begriff in Beziehung zum Schutz des Tieres zu gebrauchen.

Im Wörterbuch wird bei der Erklärung anhand des Begriffes Geld erklärt. Geld hat den Wert der auf die Münze oder Schein aufgedruckt ist (Finanzieller Wert) und den Materialwert der Münze und des Papiers (instrumenteller Wert).
Ein 10 € Schein kann gebraucht werden um Dinge zu kaufen, die ich 10 € wert finde. Das Papier an sich, auf dem der Zahlenwert gedruckt ist, entspricht nicht dem Wert von 10 €. Auch bei den Münzen entspricht der aufgedruckte Wert nicht dem Geldwert. Das Material ist billiger.

Der Materialwert ist der intrinsische Wert des Geldes, der Wert des Geldmittels.

 

„Alles von Wert ist wehrlos“ (Lucebert 1974) 
Dieser Vers steht heute noch in großen Neon-Leuchten auf dem Gebäude eines Versicherungsunternehmens in Rotterdam.

Aspekte:

  1. Diskriminierung des Intrinsischen Wertes von selten vorkommenden Tieren gegenüber viel vorkommenden Tieren
  2. Intrinsischer Wert: die neuen Kleider des Kaisers?
  3. Eigenwert oder eigener Wert?
  4. Intrinsischer Wert in der Schöpfung: Deux ex machina?
  5. Werte und Rechte bestehen unabhängig von einander
  6. Freiheit ist ein besserer Ausgangspunkt für den Tierschutz
  7. Vermutlich wird der Begriff oft anders verstanden wie es gemeint ist

Freiheit ist ein unbezahlbares Gut

     

Zu 1. Diskriminierung des Intrinsischen Wertes von selten vorkommenden Tieren gegenüber viel vorkommenden Tieren

Der Wert des Geldscheines und der Münzen ändert sich in dem Moment, wenn es aus dem Umlauf genommen wird. Durch das sammeln des selten gewordenen Geldes, entsteht ein so genannter Sammelwert. Dieser kann viel höher liegen als der eigentliche Geldwert.
Ähnlich dem Geld geht es auch den Tieren.
Tiere, welche vom Aussterben bedroht sind, finden sich auf einer „Roten Liste“ wieder und damit einen hohen intrinsischen Wert.
Scheinbar gibt es einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und dem intrinsischen Wert eines Tieres, je häufiger es vorkommt, umso niedriger der Wert. Es wird umso schlechter behandelt je niedriger der Wert ist. 450 Millionen Tiere in der Bio – Industrie in den Niederlanden haben zusammen einen niedrigeren Wert als z.B. die Dachse in Limburg.
Im Tierschutz bedeutet der intrinsischer Wert des Tieres unabhängig von ihren finanziellen, instrumentalen oder dem Gebrauchswert, der Eigenwert des Tieres.
Es ist fraglich ob der Mensch diese Unterscheidung machen kann oder will.

Zu 3. Eigenwert oder eigener Wert?

Verwirrend wird es wenn Menschen den Begriff ersetzen durch „Eigenwert“. In der Ethik hat das Wort die Bedeutung von persönlichem Wert, d.h. das Bewusstsein über den eigenen Wert in der Gesellschaft. Die Ethologie hat keinen Beweis darüber ob Tiere ein Bewusstsein über sich selbst und ihren Eigenwert haben. Es gibt Wissenschaftler die den Tieren jegliches Bewusstsein über eine eigene Persönlichkeit oder einer eigenen Identität absprechen. Von Menschenaffen und Delphinen wird glaubhaft deutlich gemacht, dass sie eine minimale Form von Identität haben.

 

Zu 2. Intrinsischer Wert: die neuen Kleider des Kaisers?

1981 wurde ein Gesetz des Niederländischen Staates zum Schutz des Tieres von der Volksvertretung angenommen. Dieses Gesetz erkennt den intrinsischen Wert des individuellen Tieres an.
Im Gezondsheids- und Welzijnswet GWWD wird der Begriff wie folgt umschrieben:
Das Anerkennen von einem intrinsischen Wert des Tieres bedeutet, dass das Tier einen Eigenwert hat und die Interessen des Tieres nicht mehr automatisch den Interessen der Menschen untergeordnet sind.
Das Ziel der Tierschutzgesetzgebung laut dem Regierungsstandpunkt ist dann auch das Fördern von solchen Grundbedingungen und Umständen dass das Tier optimalen Schutz erfährt gegen Handlungen des Menschen die das Wohlsein des Tieres gefährden.
Die Tierschutzaktivisten versprachen sich vom in Kraft treten der Verordnung dass der Begriff vom Eigenwert des Tieres die Bevölkerung erreicht und damit ein mehr an Tierschutz erreicht wird.
Sie wünschten sich eine Sensibilisierung der Bevölkerung sich mehr um das Wohlsein der Tiere zu kümmern.
Ihr Wunsch hat sich nicht erfüllt.
Die Bereitschaft, mit der der Begriff durch Jedermann (inklusive der intensiven Tierhaltung) aufgegriffen und akzeptiert wurde, während in der täglichen Praxis sich nichts veränderte, müsste die Tierschützer argwöhnisch stimmen.
Jedermann benimmt sich so als ob er begreift, was mit dem Begriff verbunden ist. Niemand gibt zu dass er nicht weiß was praktisch damit verbunden ist oder zu tun ist, aber es klingt sehr interessant und wird oft gebraucht.
Oft gebrauchen Politiker oder Bio – Industrie – Vertreter zur Verschleierung um den exakten Nachfragen nach Taten zum Schutz der Tiere zu begegnen. Mehr Worte als Taten und hierzu stehen ihnen jede Menge an Geld zur Verfügung.
Es ist wie „die neuen Kleider des Kaisers“, nämlich es stellt nichts dar.

     

Zu 4. Intrinsischer Wert in der Schöpfung: Deux ex machina?

Für diejenigen, welche die Bibel als Inspiration gebrauchen ist das Tier durch Gott geschaffen mit dem Ziel Erfahrungen zu machen die über das Gebraucht – werden durch den Menschen gehen. Es steht zwar in der Bibel…macht sie euch untertan, aber trotzdem wird davon ausgegangen dass die Tiere eine Seele haben. Es ist eine menschliche Pflicht um den Tieren keine positiven Erfahrungen vor zu enthalten und keine negativen Erfahrungen zu besorgen. Es ist die Seele, in der diese Erfahrungen hinterlegt werden und die Seele formt die Verbindung zwischen Mensch und Tier.

 

Zu 5. Werte und Rechte bestehen unabhängig von einander

Die Rechte eines Individuums (Mensch oder Tier) nehmen nicht ab oder zu in Beziehung zu ihren Unterschied zu ihrem Wert, ungeachtet ob der Wert in Geld, ihrer Einzigartigkeit oder im intrinsischen Wert gerechnet werden kann.
Selbst wenn der Eigenwert eines Lebewesens gering sein würde, mindert es nicht die Rechte desjenigen im Verhältnis zu einem Lebewesen welches besonders wertvoll ist.
In unserer Rechtsprache gilt das Tier als ein Objekt. Der Wert dieses Objektes kann variieren zwischen null bis unbezahlbar.
Die Einführung des intrinsischen Wertes in der Rechtssprechung kann das Tier davor schützen als zu sehr als ein Ding gesehen zu werden und somit eventuell vor dem Aussterben bewahrt zu werden. Wichtig ist diese Veränderung in Verfahren in denen es geht um das Stichwort „ Industrieansiedlungen“. Hier wird Tier- und Naturschutz zu oft den Interessen des Menschen unter geordnet.
Analog der Neigung des Menschen um Dinge mit geringen Wert keine Aufmerksamkeit zu schenken, wird auch den Tieren mit geringem Wert, da sie in großen Massen vorkommen keine Beachtung geschenkt. Dies gilt auch für Tiere aus der Bio – Industrie. Das eventuell vorhandene schlecht Gewissen wird beruhigt mit dem Hinweis, dass es ja Bio – Fleisch ist.

     

Zu 6. Freiheit ist ein besserer Ausgangspunkt für den Tierschutz

Die Erklärung, dass ein Tier einen intrinsischen Wert hat, übersteigt zumeist das Vorstellungsvermögen des Einzelnen. Mit anderen Worten…es ist nicht das was du denkst was du denkst….
Einen schlechteren Ausgangspunkt für die Diskussion um die Rechte der Tiere gibt es nicht.
Ein bisschen ist es auch mit Glauben zu vergleichen, man glaubt oder man glaubt nicht. Ich kann einen anderen nicht mit Worten überzeugen, dass es einen Gott gibt… der andere muss glauben.
In der Praxis findet jeder für sich etwas wieder in dem was wir Religion nennen, aber juristisch gesehen gibt es über Glauben keine Übereinstimmung.
Genau so sieht es aus mit dem Begriff „Intrinsischer Faktor“. Auch hier gibt es keine einheitlichen Vorgaben. Es ist vor Gericht ein unbrauchbarer Ausdruck im Umgang mit den Rechten des Tieres.
Besser ist es um die Interessen der Tiere zu vertreten mit dem Argument des universellen Rechtes von Menschen und Tieren auf ihre Freiheit. Damit gilt das Recht dann für alle Tiere, ob sie zahlreich oder selten vorkommen.

Was würden Menschen von der Idee halten, wenn unsere Rechte sich basieren auf unseren Wert, den andere uns zubilligen???
     

Das Wirrwarr der Begriffe

Wie die vorherigen Ausführungen zeigen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Begriff …intrinsischer Wert…. verschieden interpretiert wird.
Ich kann es so verstehen, dass wenn ein Individuum wertvoll ist, aber die Größe seines Wertes und Art intrinsisch ist, und damit unbestimmbar ist.
Ich kann es aber auch so verstehen, dass ein Individuum von sich aus einen intrinsischen Wert von seinem Ursprung her hat und deshalb nicht zur Diskussion steht.
In beiden Fällen fügt das menschliche Urteil und die Idee über den objektiven Wert nichts hinzu und damit ist der praktische Wert des Begriffes gleich null.
Darüber hinaus ist es ein „contradictio in terminis“ und dreht sich der Gedanke im Kreis.
Ein Wert wird sichtbar durch das freie Verhalten und die Art und Umfang von seinem / ihrem Wert wird durch das Individuum selbst bestimmt. Wir können und dürfen nicht über den Wert einen Anderen urteilen.
Was wirklich ist, ist das ein Individuum die Freiheit und den Freiraum hat, sich selbst zu sein, ungeachtet des Ursprungs und Art seines Wunsches. Es muss dem Individuum möglich sein, die Umstände unter denen er es leben will, zu optimalisieren.
Für den Menschen bedeutet es sich selbst zu verwirklichen, für ein Tier heißt es zu leben wie es seiner Natur entspricht.  Eine soziale, gerechte Gesellschaft garantiert dieses seinen Mitgliedern als ihre Grundrechte. Nur so kann ein jeder sein Potential optimal entfalten.
Es führt zu weit diesen Gedanken weiter zu verfolgen, es geschieht aber an anderer Stelle auf dieser Site.

 

Selbstbestimmung für Tiere

Ungeachtet dass ein Mensch komplexer ist als ein Tier, ist damit nicht gesagt, dass er wertvoller ist. Der Mensch sollte die Freiheit haben seinen Eigenwert selbst zu bestimmen. Wie er es macht, ist nicht wichtig, solange die Freiheit eines anderen nicht betroffen ist.
Auch für Tiere ist Freiheit existentiell.
Ich kann feststellen, dass Freiheit ein intrinsischer Wert der Natur ist.
Es ist unmöglich und unnötig um mit Tieren ein Gespräch über Wert von Selbstbestimmung zu führen.
Es ist Zeugnis einer sozialen Gesellschaft dass sie ihren Mitgliedern (Mensch und Tier) verschont von der Forderung das Recht auf Selbstbestimmtes leben zu verdienen oder die Forderung danach zu verteidigen.
Frei nach dem Motto….. jedem nach seiner Fasson…..
Frei nach Rollin und Aristoteles haben Tiere einen Endzweck: Eine Beschaffenheit, eine Funktion, eine Anzahl von Aktivitäten, welches intrinsisch ist seinem Wesen.

Dies bedeutet, dass wir Tieren die Freiheit geben sollten ihr Leben selbst zu bestimmen, vielleicht nur auf der Basis ihrer Instinkte und ihrer Natur.  Wir dürfen uns nicht nur begrenzen auf das nicht angreifen ihres Wohlergehens, sondern dass wir aktiv uns dafür einsetzen müssen um die Bedingungen zu verbessern, welche ihnen die Freiheit ermöglicht.

 
 
 
 
 
Überblick alle Artikel auf Animal Freedom:

 
  Web www.animalfreedom.org/deutsch   
Lieber das Buch?