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Dieser Artikel ist über die zentralen Rolle, die
die Freiheit in unserem Verständnis von Gerechtigkeit
spielt. Gemäß Ruut Veenhoven, einem niederländischen
Forscher über das Glück, ist die Freiheit
der wichtigste Faktor bei der Suche nach dem Glück.
Soll das für Tiere anders sein?
Wir, die in einer Demokratie leben, realisieren erst
wie wichtig Freiheit für uns ist, wenn wir sie
zu verlieren drohen. Erinnern wir uns nur an den zweiten
Weltkrieg, als Menschen als Geisel genommen und vom
Libanon oder von der ETA in Spanien verschleppt wurden.
Die Freiheit ist ein grundlegendes Menschenrecht und
für uns so selbstverständlich, dass wir dies
oft einfach übersehen. Die Menschen scheinen das
schlicht zu vergessen. Dies ist ein Unrecht, weil das
Ignorieren grundlegender Rechte unmoralisch ist. Es
ist auch unmoralisch bei Tieren.
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Warum ist die Freiheit so wichtig?
Das Gesetz in der Formulierung grundlegender Menschenrechte
in den Gesetzestexten vieler Länder ist Freiheit
die erste und wichtigste Frage. Ein grundlegendes Menschenrecht
ist ein Recht, das unbestritten ist.
Die Religion
Die Geschichte der Freiheit als Grundlage für unsere
Gesetze beginnt lange vor der Geburt Christus. Auch
in der Religion ist Freiheit der wichtigste Aspekt bei
den Geboten, die sich Gläubige auferlegen. Letztlich
kann der Satz "gehe mit andern so um, wie mit Dir
selbst" übersetzt werden wie "wo die
Freiheit eines anderen anfängt, hört die eigene
Freiheit auf". Dies ist auch bekannt als die Goldene
Regel, das Zentrum der gesamten menschlichen Ethik.
Wo Personen betroffen sind, ist es notwendig, dieses
grundlegende Recht in zivilem und religiösem Gesetz
einzubeziehen, weil wir doch manchmal die Tendenz haben,
die Grenzen anderer Personen zu überqueren oder
die Freiheit anderer zu beschränken. Das tun wir
nicht immer mit Absicht. Oft nehmen wir das erst wahr,
nachdem die Grenze überschritten wurde.
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Die Gesundheit
Die Bedeutung der Freiheit ist ähnlich der Bedeutung
von Gesundheit. Die Gesundheit ist eine Form der Freiheit.
Wir wissen nicht sicher, ob Tiere leiden können
und erkranken, wenn sie ihrer Freiheit beraubt werden.
Wir wissen jedoch, dass Tiere alles tun werden, um sich
zu befreien. Dass ein Tier unter Freiheitsmangel leidet
oder unnatürliches Verhalten aufweist, wird in
der Regel von ihrem Verhalten in Gefangenschaft abgeleitet.
Ein häufiges Beispiel ist die rastlose rhythmische
schwingende Bewegungen, die Polarbären aufweisen,
wenn ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist.
Die Natur
In der Natur ist Freiheit selbstverständlich. Der
Ausdruck "freie Natur" ist ein Beweis. Der
Mangel an Freiheit bei Tieren existiert nur bei Krankheit
oder aus Altersgründen, aber zu Glück befreit
der Tod dann schnell das Tier von seinen Leiden. In
der Natur nimmt keine von vielen Spezies einer anderen
Spezies die Freiheit, außer in dem kurzen Zeitraum,
in dem sie die andere frisst. Weder Menschen, die Fleisch
essen noch Vegetarier haben ein Problem, wenn Tiere
einander essen. Schließlich haben wir einen Instinkt,
der uns sagt, für eine Gruppe einzustehen, die
ungerecht behandelt wird.
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Freiheit, Ethik und Verantwortung
Freiheit ist eine gute Basis der Ethik: was die Freiheit
vergrößert ist richtig, was sie verringert
ist falsch. Aber die Freiheit kann nicht ohne Grenzen
existieren. Diese sind aber nicht festgelegt, und mehr
Freiheit bringt mehr Verantwortung. Nicht jeder möchte
mehr Verantwortung übernehmen, und deshalb entscheiden
sich einige Menschen bewusst oder unbewusst für
weniger Freiheit, fühlen sich aber freier dabei.
Jeder hat das Recht, sich abzugrenzen, wenn ein anderer
Mensch betroffen wird. Aus Höflichkeit zwingen
wir jedoch nicht andere, sich gegen ihren abzugrenzen.

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Freiheitsbegrenzung
Was ist nun mit der Abgrenzung? Ist das eine Begrenzung
von Freiheit? Es ist nicht aus Zufall, dass jemand eingesperrt
wird, wenn er Grenzen, die von der Gesellschaft gesetzt
werden, überschreitet oder sie durchkreuzt. Der
Täter wird damit bestraft, was ihm sehr wertvoll
ist: Freiheitsentzug. Personen sind frei, solange sie
die festgelegten Grenzen überschreiten oder eindeutig
Verpflichtungen nicht einhalten.
Mit Tieren ist das schwieriger, ob wir ihre Grenzen
durchkreuzt haben, können wir nicht mit ihnen besprechen.
Tiere haben nur eingeschränkte Mittel, sich abzugrenzen.
Abgrenzung und der Versuch, sich mehr Raum zu geben,
ist ganz natürlich. Die Einschränkung von
Freiheit ist eine menschliche Erfindung und wir müssen
dafür eine Rechtfertigung finden. Ein Mensch muss
sich jedoch nicht rechtfertigen, wenn Tiere betroffen
sind, außer bei vorsätzlichem Missbrauch.
Wie ist hier die gesetzliche Regelung?
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Tiere als Objekt des
Gesetzes
Im modernem Gesetz sind die Rechte von massenproduzierten
Tieren irrelevant, weil Tiere Objekte des Gesetzes und
nicht Subjekte des Gesetzes sind. Im Sinne der Gesetzgebung
begehen aber die Massenproduzenten eine kriminelle Handlung,
weil gesetzlich alle und jeder ein Recht auf Freiheit,
Gleichheit und Brüderlichkeit hat. In der Rechtsetzung
gibt es keinen gesetzlichen Unterschied, ob man eine
Schweinebank oder ein Mastschwein monatelang in einer
Halle hält. Es ist nicht rechtens, dass kein Unterschied
zwischen einem Gegenstand und einem Tier gemacht wird.
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Schutz als moralische Verpflichtung
Um Grenzen für Straftäter zu ziehen haben
wir haben die Polizei und das Justizministerium. Dort
gibt es Mittel zum Schutz unserer Grenzen gegen andere
Personen. Die Polizei und das Justizministerium sind
verpflichtet, Straftätern ihre Freiheit nur solange
wie nötig einzuschränken. In unserem Rechtssystem
ist Freiheit soweit garantiert, dass sogar Straftäter
Recht auf Freiheit besitzen. Wenn das Gespräche
nicht helfen, kann es notwendig sein, eine Person aus
moralischen und ethischen Gründen zu zwingen, die
Grenzen eines anderen zu respektieren. Es ist die Pflicht
der Gesellschaft ist, den schwächeren zu schützen
zum Beispiel sind behinderte Personen gegen unfaire
Ausbeutung geschützt. Nun sind Tiere gegenüber
dem Massenproduzenten in der schwächeren Position,
sie können nicht für ihre Belange sprechen.
In der Natur herrscht das Gesetz des Stärksten,
d.h. derjenige überlebt, wer am besten geeignet,
am stärksten, am intelligentesten oder am schnellsten
ist. Wenn wir den Schwächeren schützen und
Freiheit garantieren, überschreiten wir die Natur.
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Grundrechte kommen zuerst und sind bleibend
Es ist unmoralisch Grundrechte zu umgehen oder Ausnahmen
zu machen. Es ist hierbei unbedeutend, ob aus wirtschaftlichen
oder emotionalen Gründen, oder ob die Existenz
von Massentierproduzenten mit dem Argument verteidigt
wird, dass Arbeitsplätze und nationale Interessen
'gefährdet' sind. Grundlegende Rechte kommen zuerst
und sind bleibend. Wirtschaftliche Folgen als gleichwertig
zu behandeln ist unmoralisch.
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Inkonsistente Tierpolitik
Freiheit für einzelne Tiere kann plötzlich
nicht mehr als gegeben gesehen werden, wenn die Spezies
wirtschaftlich attraktiv wird oder einfach gut schmeckt.
Menschen haben somit eine inkonsistente Tierpolitik.
Ein Tier, das in einem Massenbetrieb gehalten wird,
kann sich nicht einfach dem Freiheitsmangel entziehen;
weder sich die Freiheit erkaufen, noch damit, zu protestieren,
einfach krank zu werden oder Reue zu zeigen. Aber für
Tiere in der freien Laufbahn sind wir so freigiebig,
dass wir ihnen alle Freiheit lassen. Wir planen sogar
diese Freiheit, indem wir unsere Landschaft auf Grundlage
von ökologischen Wegen umstrukturieren. Diese erlauben
Tieren und sogar Pflanzen sich frei innerhalb bestimmter
Grenzen zu bewegen und garantieren somit das Überleben
der Arten. Solange die kommerzielle Tierhaltung auf
die Einzäunung einer Wiese 'begrenzt' ist, wird
das auf wenig Widerstand stoßen. Es wird nur zum
Problem, wenn der jeweilige Raum zu sehr begrenzt ist
und keine Bewegungsfreiheit mehr erlaubt.
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Intensive Landwirtschaftsmethoden
müssen verringert werden.
Dürfen wir Grenzen für Massentierhaltung
setzen, oder behindern wir hierdurch das Recht auf die
Freiheit für Fabriklandwirte? Da wir schon gelernt
haben, dass die Freiheit eine zentrale Rolle für
unsere Existenz spielt, können wir nur zu der Schlussfolgerung
kommen, dass sogar für eine wirtschaftlich attraktive
Tierart die Freiheit ein grundlegendes Recht ist. Das
soll nicht heißen, dass das ein Recht ist, nicht
gegessen zu werden oder am Leben zu bleiben. Das Recht
auf Leben ist nicht einmal in der Gesetzgebung von Menschen
garantiert. Das ist nicht vorgesehen, weil wir unter
extremen Umständen wie Krieg oder Selbstverteidigung
das Recht haben wollen, eine weitere Person zu töten,
die uns unserer Freiheit berauben will. Man selbst,
z.B. ein Vegetarier, kann sich verpflichten, keine Tiere
zu essen. Dieses Recht, das er/sie den Tieren einräumt,
kann aber anderen Menschen nicht aufgezwungen werden.
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Massentierhaltungsmethoden sollen aufhören
Wir müssen auch zu der Schlussfolgerung kommen,
dass in Massentierhaltungssystemen die Verfassungsrechte
von Tieren von der extremen Bewegungsfreiheit und dem
Beschränkung des natürliches Verhaltens verletzt
wurden. In Massentierhaltungssystemen und manchmal auch
in der Politik wird das Recht auf die Freiheit ignoriert
und unter den Teppich gekehrt. In einer zivilisierten
Gesellschaft, die grundlegende Rechte respektiert und
diese aufrecht zu halten versucht, würden einige
Tiere zwar noch gegessen werden, aber vor dem Tod würde
ein Tier ein lebenswertes Leben haben. Für die
Regierung bedeutet das, dass die moralische Pflicht
besteht, alle Massentierhaltungen abzuschaffen und eine
Bewirtschaftungsform einzurichten, die das Wohl und
die Freiheit der Tiere als Grundlage hat.
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Wofür wir nicht einstehen
Das ist kein Bekenntnis für gleiche Rechte für
Tiere und Menschen. Dies ist nicht notwendig, genauso
wie es nicht notwendig ist, beweisen zu müssen,
ob Tiere leiden können, Gefühle haben, ein
Bewusstsein haben oder tatsächlichen Wert haben
können, bevor wir ihre grundlegenden Rechte in
Erwägung ziehen. Dies ist ein Bekenntnis.
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Der Verzehr von Fleisch aus Massentierhaltung ist
falsch
Für den Verbraucher heißt das nicht, das
der Verzehr von Fleisch falsch ist, aber der Verzehr
von 'verseuchtem' Fleisch ist falsch. Man ist (frei
zu wählen) was man isst, aber wenn man Fleisch
aus Massentierhaltung wählt, dann ist man auch
verantwortlich für die Aufrechterhaltung von der
Verletzung der Verfassungsrechte von Tieren.
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