Warten Sie bitte, während Ihr Antrag... verarbeitet wird.

Kommerzielle Links sind (Doppeltes) unterstrichen.
 
 
 
 
 
Homepage
 
Information
 
Meinung
 
Reaktion
 
Suchen
 
Internetshop
 

Google:

Internet
Animal Freedom

 

 
Biologische Tierhaltung, Export und impfen Die Freiheit ist ein grundlegendes Recht Fünf Einwände gegen die Bioindustrie Haustierhaltung?
Ja oder Nein?
 
 



Deutsch-English-Nederlands-Español-Português

Tiere und Menschen aus der Dritten Welt als moderne Sklaven

 

Früher reisten Nordeuropäer in ferne Länder, um farbige Menschen als Sklaven auf Plantagen zu halten. Heutzutage arbeitet ein Teil der Menschen in der Dritten Welt freiwillig für westliche Unternehmer. Sie lassen sich dazu verführen, Viehfutter für die Bio-Industrie (Massentierhaltung) anzubauen, anstelle von Gewächsen für den lokalen Markt.
Die Tiere, die hierzulande in der intensiven Viehaltung ausgebeutet und ausgemolken werden sind die Sklaven der ‘modernen’ Zeit, die nicht weniger unmenschlich behandelt werden als die ‘alten’ menschlichen Sklaven und auf ebenso unsichtbare Weise.

Der Westen hat die Dritte Welt in vielen Fällen verlassen, seine Investitionen sind jedoch geblieben. Von der Schuldenlast kann sich das Entwicklungsland durch die Produktion für den Westen wieder freikaufen. Die Dritte Welt is somit immer noch im Bann unserer ökonomischen Ideologie: produziert und ihr werdet reich und somit ‘frei’ werden.

     

Der frühere Sklavenband ist durch das Tauschband unserer ökonomischen Doktrin ersetzt worden. Dieser funktioniert, wie im eigenen Land auch, ganz einfach auf der Grundlage der Verführung zu schnellem Reichtum. Die Dritte Welt braucht nur Viehfutter zu produzieren. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, daß  die lokale Ökonomie zerrüttet wird und die eigenen Bevölkerung nicht mehr genug zu essen hat oder sich dazu genötigt sieht, ein Stück tropischen Regenwaldes zu fällen, um Anbaugebiete zu gewinnen. Hiermit hat die Dritte Welt nicht nur ihre Grundstoffe ausverkauft, sondern findet auch noch  ein Ausverkauf auf dem eigenen Markt statt: Der Westen produziert  billige Produkte aus Grundstoffen der Dritten Welt und unterbietet somit die Preise auf den Märkten in den Entwicklungsländern. Diese Situation entspricht die der Fabrikarbeiter des vorigen Jahrhunderts, die ihren Hungerlohn in den Geschäften der Fabrikseigentümer ausgeben mußten.

Wenn die Dritte Welt sich über diese unfaire Konkurrenz beschwert, bietet unsere Regierung ihr an, die Einfuhrbedingungen zu erleichtern, nur um im gleichen Zuge und auf Kosten der Steuerzahler, der vaterländischen Industrie Ausfuhrsubventionen zu erteilen.
 

Durch die Automatisierung ist die Produktion umfangreicher und billiger geworden
In der Bio-Industrie unseres Landes regieren heutzutage andere Verhältnisse als früher: Durch die Automatisierung kann der Viehzüchter sich viel mehr Tiere halten. Er wohnt oft auch oft weiter von den Ställen entfernt, so daß er und die Seinen weder durch deren Gestank noch Häßlichkeit an die geschmackslose Weise, auf die das Geld verdient wird, erinnert werden.

Es fällt auch kaum noch Arbeitslohn für externe Arbeitskräfte an. Die Banken helfen, die großen Ställe zu finanzieren. Die Viehfutterbetriebe helfen beim Bau der Ställe und regeln die Anfuhr von Viehfutter. Die Bio-Industrie braucht nur einen Bestimmungsort für den anfallenden Mist zu suchen. Dieser wird oft mit riesigen Maschinen so schnell wie möglich in den Grund injektiert. Der Absatzmarkt für Fleischprodukte is beinahe die ganze Welt geworden. Dies ist gleichsam eine moderne Form der Kolonisation geworden. Nur einige gesetzliche Genehmigungsverfahren können in manchen Fällen noch die ungezügelte Ausdehnung der Produktion einschränken.

 

Niemand kann Mißtände in der Bio-Industrie mit eigenen Augen feststellen

Das Publikum kann durch die geschlossene Betriebsführung nicht mehr sehen, was sich hinter den Kulissen abspielt. Protest gegen eventuelle Mißstände ist somit kaum zu erwarten. Kennzeichnend ist, daß der moderne Bio-Bauer sich in seinem Vorgarten oft Zieglein oder Hängebauchschweinchen hält, um seiner Familie und der Außenwelt zu zeigen ‘wie spielerisch und unschuldig’ die Viehaltung sein kann. Dies lenkt von der häßlichen Wirklichkeit, die sich dahinter verbirgt, ab. Viele der sich verändernden Umstände haben eine positive Komponente: arbeitsintensive und schwere Arbeit ist nicht mehr notwendig. Leider erhält diese freigekommene Energie keine positive Verwendung, sie dient lediglich der Gewinnmaximierung. Nur eine kleine Gruppe profitiert direkt davon. Der Verbraucher profitiert indirekt durch einfaches und billiges Fleisch. Habsucht, Faulheit und Prahlsucht (man denke hierbei auch an die exotischen Haustiere) lassen die Tiere in der Bio-Industrie unter dem Joch der modernen Sklavenhaltung leiden. Die Tiere sind die Opfer der heutigen Viehzucht. Für eine gute jedoch einseitige Versorgung, die sich vollkommen auf eine schnelles und problemloses Wachstum richtet, erleiden sie eine langweilige Existenz in Abwartung des Schlachthofs. Jede Handlung, die den Gewinn verringert, wird wohlweislich unterlassen, wodurch den Tieren nichts, außer diesem leeren Dasein bleibt.

     
Aus dem vorhergehenden spricht deutlich ein gesellschaftskritischer Geist. Auch die Tiere, die modernen Sklaven, haben Recht auf Freiheit. Dieselbe Freiheit, die der zeitgenössische Bio-Bauer mißbraucht hat, um sein Imperium aufzubauen. Freiheit jedoch, die dazu mißbraucht wird, die Rechte der Tiere zu schänden muß wenn sie sich nicht in ihr Gegenteil kehren soll, eingeschränkt werden. Von den Tieren kann man keine Revolution erwarten. Wohl treffen Mißstände und Skandale wie u.a. schädliche Hormone, resistente Bakterien, Dioxin, Vogelgrippe, BSE (Krankheit des Rindes) und Schweinepest den Verbraucher. Die Pflicht der Einschränkung obliegt uns allen: dem Staat, den Konsumenten, Produzenten, Banken und der Industrie. Früher hätte man diese Parteien zur Solidarität mit dem Schwachen ermahnt. Dies wird bei den Tieren kaum funktionieren, da die Verantwortung in Händen zu vieler Interessensgruppen liegt. Es ist einfach, vor der Verantwortung zu fliehen und das Tier kann selbst nicht für seine Rechte kämpfen. Der Konsument sagt: ‘Ich habe keine Zeit, um in einen Bioladen zu gehen und Biofleisch ist zu teuer’ und zusammen mit den Produzenten: ‘Der Staat muß die intensive Viehzüchtung verbieten’. Eine Verbesserung der Lebensqualität der Tiere in der Bio-Industrie wird auf diese Weise nur schwer erreicht werden.
Unsere heutige Gesellschaft will so wenig möglich Normen und Werte konfrontiert aufgedrängt bekommen und zurecht. Eine Gesellschaft kann nur dann funktionieren, wenn sie aus Individuen besteht, die sich auch verantwortungsvoll verhalten, wenn sie nicht kontrolliert werden. Wenn z.B. Fleisch aus der Bio-Industrie nicht mehr verzehrt, der Jagdsport in der freien Natur nicht mehr statt finden, oder schädliche Stoffe ins Viehfutter gemischt werden sollten.
 

Die Lösung liegt in der tatsächlichen Aktualisierung unserer (innerlichen) Freiheit innerhalb der Gesellschaft. Dies bedeutet sich bewußt sein, daß Freiheit in all ihren Facetten geregelt werden muß:

  • Der Import von Viehfutter, exotischen Haustieren und tierischen Produkten muß verboten werden.
  • Der Bewegungsraum eines Tieres muß genau festgelegt werden
  • Kontrolle- und Überwachungsinstrumente müssen eingeführt und angewendet werden (die Freiheit des Viehzüchers hört auf, wo die Freiheit des Tieres beginnt)
  • Die Subventionen für umweltunfreundliche Betriebe und Betriebe, die eine unehrliche Konkurrenz betreiben, müssen gestrichen werden.
  • Menschen sollten sich der Gewohnheiten bewußt werden, die sie daran hindern, die Folgen ihres Verhaltens und ihres Handelns gegenüber Tieren zu sehen und zu verbessern.

Unsere menschlichen Beweggründe sind heutzutage sehr stark ökonomisch ausgerichtet und so sollten die einschränkenden Maßnahmen auch eingesetzt werden, während das Ziel die Zunahme von Freiheit von so viel möglichen Parteien ist. Bio-Industrie sollte ökonomisch uninteressant werden und ökologische, biologische Viehzucht sollte eine faire Chance erhalten. Auf diese Weise könnte Freiheit positiv gestaltet und der Status des Tiers erhöht werden.

 
 
 
 
 
Überblick alle Artikel auf Animal Freedom:

 
  Web www.animalfreedom.org/deutsch   
Lieber das Buch?